Seit Tagen hardere ich schon mit mir selbst und will einen Eintrag schreiben, dabei habe ich das Gefühl, gerade den völligen Stillstand zu erleben, nach den doch sehr turbulenten Tagen im Dezember..
Jedoch musste ich heute morgen beim Aufwachen feststellen, dass dem nicht so ist.. Ich habe weder von meiner neuen großartigen WG berichtet, vom Kranksein und meinen Erfahrungen mit den Ärzten hier in Braunschweig, noch vom momentanen Stand meiner Abschlussarbeit an der Uni..Dem restlichen Privatleben und dem scheinbaren “Winterschlaf” meiner Yucca-palme ganz zu schweigen..
Ach ja.. es scheint doch etwas in den letzten Wochen passiert zu sein..
Fange ich doch mit dem 18ten Geburtstag meiner kleinen Schwester an, die mit ihrer ältesten Freundin zusammen am 2ten Januarwochenende ordentlich gefeiert hat und “alles” alleine planen wollte.. Im Nachhinein war es ein Spaß.Als ich zu Hause ankam und eigentlich geplant hatte, einfach nur helfen zu wollen, brach der 3te Weltkrieg aus.Meine Schwester am Ende mit den Nerven- wollte keine Hilfe mehr. Meine Mum fertig, weil sie Kaution o.Ä. für die Saalmiete bezahlt hatte und sie kein Chaos wollte- und ICH?! Mittendrin!! Ohne es wirklich zu wollen befand ich mich knappe 10 Jahre zurückversetzt in meiner eigenen Jugend wieder. Kurz davor wieder abzureisen, weil ich absolut nicht in der Stimmung war, Streit, Gezicke und Nervenkram zu ertragen, renkte sich dann langsam alles ein und wir erlebten einen doch amüsanten und gelungenen Geburtstag. Mein Bruder kümmerte sich um Photos und Musik, ich mich um den Tresen, bzw. dass genügend Bier da war. Und glücklicherweise hatte ich doch noch am Nachmittag 2 Bobbycars organisieren können, damit die Beiden ihre “Rallye” starten konnten- war das cool!! Es wurde ordentlich getrunken, ich kam mir wie Ende 40 vor, wobei ein paar “Jungs” mich doch tatsächlich versuchten anzugraben.. (was sehr süß und tierisch amüsant war). Aber mal ehrlich, die heutige Jugend ist ja mal soooooooooooo was von Tanzfaul.. also mit 150 Leuten ne “Sit-in” Party (??) hätte es “zu meiner Zeit” nicht gegeben. Das hat mich dann doch ein wenig umgehauen.
Am Sonntag morgen standen wir alle nach 2 Stunden Schlaf wieder in der Halle und putzten und fegten, damit dieser abnahmebereit ist.
Die beiden Prinzessinnen
Leider war ich, wie ursprünglich geplant, am Sonntag nicht in der Lage mich ins Auto zu setzen und nach Braunschweig zurück zufahren. Also verbrachte ich den Sonntag im Bett- schlafender Weise, packte die restlichen Bücher-Kartons, die bei meiner Mum lagerten, um und ins Auto und fuhr am Montag vormittag nach Braunschweig.
Auf der Hälfte der Strecke fingen mir an die Augen permanent zu zufallen und es machte keinen Fall mehr Sinn, weiter zu fahren, weshalb ich auf einem Rastplatz hielt und wirklich eine halbe Stunde schlief. Danach deutlich fiter, fuhr ich das restliche Stück bis nach Braunschweig, zur HbK, ging direkt in die Sprechstunde zu meinem Prof, um meine BA Arbeit zu besprechen, reichte eine Verlängerung im Prüfungsamt ein und gab das erste Dankeschön-Paket für die LAG Hamburg in der Poststelle auf.
Fuhr endlich nach Hause, packte die vielen Kisten aus und machte mir etwas zu Essen. Gegen späten Nachmittag so müde, dass ich ein wenig schlief, wachte ich zu späterer Stunde mit Fieber, Gliederschmerzen und übelstem Husten und Kopfschmerzen auf, sodass ich direkt im Bett liegen blieb. Dienstag Vormittag kam ich kaum raus, sodass ich mich mühsam zum Arzt schleppte, schon in der Angst, das Kräfte mäßig gar nicht zu schaffen und der schrieb mich mit dicker Grippe für den Rest der Woche krank. Da lag ich nun!! Keine Lust auf GAR NICHTS! kein Fernsehen, kein Laptop, weil es zu grell und zu anstrengend für die Augen war, lesen war sowieso nicht drin- blieb nur schlafen! Nichts im Kühlschrank und zig Medikamente um mein Bett drumherum stehend. Ich schwöre euch, so mies ging es mir noch nie – und es wurde nicht besser. Mit jedem Tag den ich lag, kam ich weniger hoch, mein Kreislauf ging völlig in die Knie, sodass jeder Gang ins Bad eine Qual wurde und mir der Schweiß ausbracht, wenn ich aufstand.
Dank meine lieben lieben neuen Mitbewohner, füllte sich mein Kühlschrank mit Obst, Gemüse und Suppe.. Ich bekam den vollen Service.. Tee, Cola, Wasser ( mit Mineralien: Calcium, Magnesium, Multivitamin), Zwieback, und jeden Abend einen Krankenbesuch der Beiden!! WOw.. wenn ich euch nicht gehabt hätte.. DANKE DANKE an Mareike und Dirk!!! Ihr seid die Besten.
Ähnlich, wie auch beim Umzug, zeigt sich an solchen Tagen doch, wer die wirklich wahren Freunde sind. Wer sich meldet, fragt, wie es einem geht und bereit ist, vorbeizuschauen, Besorgungen zu machen. Danke an Lina, Maxi, Tinsche und Sandra. (Das Birbaek-Hörbuch hat mich am Samstag wirklich gerettet
)
Aber weiter im Text, als ich am Freitag immer noch flach lag und auch nicht in der Lage war zum Arzt zu gehen, rief ich dort wieder an und erhielt die Auskunft, dass Hausbesuche generell gemacht werden würden, aber da ich weder 6 Monate noch 80 Jahre alt wäre, würde mein Körper so schnell nicht schlapp machen und ich sollte mich mal “nicht so anstellen” das wird schon wieder.
Nach weiteren 10 Anrufen bei anderen Ärzten hier in Braunschweig, erfuhr ich, dass sie weder neue Patienten aufnahmen, noch Hausbesuche machten oder nur keine HausbesuchsPatienten mehr aufnehmen. Alle empfahlen mir doch den Rettungsdienst anzurufen, was ich dankend be-jahte und auflegte. Ärzte, die nicht mehr für ihre Patienten da sind, ich fasste mir an den Kopf und hätte mich gerne tierisch über diese “unterlassene Hilfeleistung” aufgeregt, wär es mich nicht so hundeelend gegangen. Allen Ernstes, da bin ich Privatpatient, zahle ein Vermögen im Jahr an die Krankenkasse und unser Kranken- und Versorgungssystem, welches eigentlich als so sicher und gut gilt, versagt in dem Moment einer “GRIPPE”!!! Was ist denn hier los??
Die Tatsache, dass ich bis heute nicht weiß, ob ich vielleicht doch eine Lungenentzündung verschleppe oder ob es “nur” eine Grippe war, da ich nur Codein und Schmerztabletten bekommen habe, lassen mich die Ärzte in Braunschweig in einem neuen Licht betrachten und mich stark an ihrer Kompetenz zweifeln.
Das Wochenende nahm allerdings eine überraschend gute Wendung und heiterte mich wirklich auf, da sich ein alter Freund bei mir nach über einem Jahr wieder meldete und wir ausgiebig von unseren Erlebnissen des letzten Jahres berichteten. Sowohl am Samstag lange textend und telefonierend, als auch am Sonntag, versprach er mir, mich am kommenden Wochenende besuchen zu kommen, da er eh auf der Ecke sei und ich freute mich sehr, ihn wiederzusehen. Im Laufe der letzten Woche ging es mir zunehmend besser, auch, ohne dass ich bei einem Arzt war (wo soll ich auch jetzt noch hingehen!? falls jemand einen guten Rat hat, bitte melden), fing ich an, langsam in der Wohnung hin und her zu gehen und schaffte es am Dienstag abend wieder vor die Tür. Einmal schnell in den Rewe und zurück – mit einer Pause auf der “alte Leute” Bank vorm Rewe im Schloss, wo ich Maria traf und wir meine Pause mit Inhalt füllten. Am Mittwoch ging mein Spaziergang ins Riptide, wo ich den Pant3r traf und wir anschließend auf meinem Rückweg noch Chris und Marni im Vapiano einen Besuch abstatteten.
Seitdem geht es so langsam wieder Bergauf. Donnerstag abend war Pl0gbar im Dialog, wo ich soooo viele liebe Menschen wieder traf, neue Gesichter dabei waren, ich Tränen lachte und mich so sehr amüsierte, dass ich am Freitag morgen wieder fürchterlichen Husten hatte und mir die Lunge schmerzte.(Vielleicht sollte ich doch nochmal zu einem kompetenten Arzt gehen). Ich habe ein iTable geschenkt bekommen.. @erlebnischris @pant3r hättest du eventuell noch ein Bild davon für mich?! Gerne auch als “Hand-Model”

Am Freitag irgendwie frustriert und wütend auf mich und meinen Zustand ging ich ins Fitnessstudio, fand 3 Knöllchen an meinem Auto und habe beim Sport mal wieder völlig übertrieben. Schon am Freitagabend stellte ich fest, als ich mit meiner Mitbewohnerin nur auf 1 Bier raus wollte, dass der Muskelkater nicht ausbleiben würde und mich seit gestern morgen voll im Griff hat. Haha.. mir tut alles weh.. aber vielleicht sollte ich den Kater einfach auslaufen gehen und kehre nachdem ich gleich ein wenig gearbeitet habe, nochmal im Fitnessstudio heute ein.
Der Freitagabend endete irgendwie erst um 3, als ich ausm Tegtmeier auf die Strasse stolperte und ein paar Bier mehr getrunken hatte, als ursprünglich geplant.
Gestern Abend traf ich dann Diana und Sandra um eigentlich “Improtheater” in der Kaufbar zu sehen, welche leider hoffnungslos überfüllt war und wir deshalb ins Phils etwas trinken gingen. Dort saßen wir bis der Laden um 1 Uhr schloss und freundeten uns mit dem italo-amerikaner und Lateinamerikaner an, der uns “gute” Tips für leckere Getränke gab
Unser Nachbar war den ganzen Abend über zum Lauschen da und hatte “Alibi-halber” sein Laptop aufgeklappt, auf dem sich die ganze Zeit nichts bewegte oder optisch veränderte, um von seinen Dumbo-artigen-Ohren abzulenken.
Bei Zeiten flirtete er Dani, die Kellnerin noch an, die sich darüber genauso amüsierte, wie wir drei. Ein sehr gelungener Abend, wobei ich eigentlich gar nicht weggehen wollte.
Mein angekündigter Besuch hat seine Ankunft auf eventuell Dienstag/Mittwoch nächste Woche verschoben, sodass ich noch ein wenig Zeit für meine Bachelorarbeit habe, welche immernoch nicht groß gewachsen ist. Momentan ist hier spätestens nach 2 Stunden Ende mit der Konzentration und mein Kopf dröhnt wieder. (Was keinerlei Alkohol zuzuschreiben ist.. es blieb gestern bei Saft und Tee!!!) einem Kranken-besuch halt:

Habe nach einem ausgiebigen Frühstück endlich ins Badezimmer gefunden. Mir den Staubsauger geschnappt und anschließend endlich mal ein wenig in der WG sauber gemacht. (Nicht, dass ich noch Strafe zahlen muss.. wir haben da son Sparschwein stehen, bei nicht Einhalten des Putzplans und da ich krank war, fiel das Putzen für mich aus)
Und schon habe ich wieder Hunger. Bevor ich heute richtig durchstarte, wird wohl vorher noch schnell etwas zu Essen gekocht. Salat und Kartoffeln wären ein Plan. Ich werde wohl zwischen Küche und Schreibtisch heute pendeln, wünsche euch dafür einen entspannten, gammel- Sonntag und den #SIADs einen leckeren Kaffee